Ottmar gegen Otto: Nur einer kommt durch

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Ottmar gegen Otto: Nur einer kommt durch

Beitragvon Stefan » 05.09.2009 - 14:15

Ottmar gegen Otto: Nur einer kommt durch
Basel/München ­ Der Schweizer «General» trifft auf einen griechischen «König»: Bis auf die vom Fußballvolk verliehenen Titel gibt es fast keine bedeutsamen Unterschiede zwischen Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel.

Zwei Trainerveteranen, die sich gegenseitig schätzen - die ihr gutes Verhältnis im direkten Duell aber ruhen lassen werden. In Basel kommt es zum Aufeinandertreffen von Hitzfelds Schweizern mit Rehhagels punktgleichen Griechen, einer richtungsweisenden Partie in der WM- Qualifikationsgruppe zwei, die die Hellenen bisher nur dank der besseren Tordifferenz vor den Eidgenossen anführen.

Das Schlüsselspiel auf dem Weg nach Südafrika ist auch eine Begegnung mit vielen Unbekannten. Keine der Mannschaften bekleckerte sich in jüngster Vergangenheit mit viel Ruhm, dafür ist die personelle Lage in beiden Lagern so angespannt wie die Nerven der Fußballanhänger. «Es ist eines von vier Endspielen in diesem Herbst», beschwichtigte Hitzfeld zwar, Griechenlands Torjäger Ioannis Amanatidis fand derweil klarere Worte: «Wer gewinnt, fährt zur WM», prognostizierte der Frankfurter. Bei den Südeuropäern haben inzwischen jene Kritiker Lunte gerochen, die ihre Auswahl nach dem 0:2 im letzten Test in Polen auf dem absteigenden Ast wähnen - und in Trainer Rehhagel längst keinen unantastbaren «Rehakles» mehr sehen.

Der Glanz, den der überraschende Europameisterschafts-Titel von 2004 mit sich brachte und der auch danach noch lange konserviert werden konnte, ist unscheinbarer geworden. Was schon allein dadurch klar wird, dass kaum noch Aktive von vor fünf Jahren dabei sind. Im Aufgebot gegen die Schweiz gar nur noch drei, und damit so wenige wie noch nie seit dem EM-«Husarenritt» in Portugal. Zuletzt sortierte Rehhagel überraschend seine Ewig-Treuen Angelos Basinas und Traianos Dellas aus; Georgios Karagounis fehlt verletzt. Gegen Polen hakte es vor allem im Spielaufbau, weswegen nach vorne kaum etwas klappte. Und so wird Rehhagel wohl auch wieder auf Altbewährtes setzen: eine Betonabwehr nämlich. «Wir stehen schon unter Druck», sagte der Nationaltrainer zwar, schränkte in der «Neuen Zürcher Zeitung» aber ein: «Falls man nicht gewinnen kann, ist es gut, nicht zu verlieren.»

Dort, wo Rehhagel den Betonmischer anwerfen will, muss Hitzfeld erstmal Personal finden, um denselben zu betätigen. Die Verteidiger Stephan Lichtsteiner und Johan Djourou fallen aus, Philipp Degen (Liverpool) ist wie Abwehrchef Philippe Senderos (Arsenal) ohne jede Spielpraxis. «Aber wir haben Lösungen, und von jeder Formation, die ich aufs Feld schicken werde, bin ich überzeugt, dass sie zu Null spielen kann», sagte Hitzfeld. Ein Erfolg sei vor allem wichtig, weil Griechenland «das auf dem Papier leichtere Restprogramm» habe.

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